Forschergeist. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Lokale Bildungslandschaft

Junge Menschen wachsen heute unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen auf. Diesem Fakt muss mit all seinen Möglichkeiten und Herausforderungen Rechnung getragen werden. Daher arbeiten im Rahmen der Strategie „Lokale Bildungslandschaft“ Vertreter von Jugendhilfe, Schule und außerschulischer Jugendbildung vor dem Hintergrund eines erweiterten Bildungsverständnisses eng zusammen.

Gemeinsam werden in den jeweiligen Sozialräumen Angebote entwickelt, die zum sozialen Lernen beitragen, Begabungen und Talente aller Kinder und Jugendlichen fördern sowie Inklusion ermöglichen.

Kontakt

Fachdienst Jugend & Bildung
Stefanie  Teichmann
PF 100 338, 07703 Jena
Am Anger 13
07743 Jena

Tel. 03641 49-2732
Fax 03641 49-2708
stefanie.teichmann@jena.de
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Kinder beim Spielen im Wasser
Kinder beim Spielen im Wasser
© Stadt Jena / Foto: J. Hauspurg

Konzeptionelle Grundlage der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule ist die „Stadtteilspezische Strategie für den Aufbau einer vernetzten Bildungskooperation in Jena“ von Prof. Dr. Jörg Fischer (Fachhochschule Erfurt). In dieser Konzeption, die mit freien Trägern und Verwaltung erarbeitet wurde, sind fünf Säulen zur Umsetzung einer lokalen Bildungslandschaft in Jena beschrieben. Nach dieser Strategie arbeiten seit Juni 2010 die Akteure von Jugendhilfe, Schule und außerschulischer Bildung in den Sozialräumen Winzerla und Lobeda.

Säule 1 - Die kooperative Praxisberatung

Die kooperative Praxisberatung ist eine Art kollegiale Fallberatung an Schule, die gemeinsam von Pädagogen der Schule (Lehrern, Schulsozialarbeitern) mit Sozialpädagogen aus dem jeweiligen Stadtteil (u.a. aus Jugendzentren, dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes) durchgeführt wird. Problemlagen einzelner Schülerinnen und Schüler oder von Gruppen werden anonymisiert besprochen und Lösungsmöglichkeiten gemeinsam von Schule und Jugendhilfe erörtert.

Säule 2 - Soziale Schule

Soziale Schule umfasst das Ziel, an allen Jenaer Schulen soziales Lernen zu ermöglichen und entsprechende schul- und sozialpädagogische Bildungsangebote vorzuhalten. Um diese zu planen, finden regelmäßig stadtteilbezogene Netzwerktreffen in mehreren Jenaer Stadtteilen statt.

Säule 3 - Bildungsvernetzung im Stadtteil

Bildungsvernetzung im Stadtteil bezieht die Bildungsangebote weiterer Akteure des Sozialraums, wie beispielsweise Kultur und Sport, sowie die Abstimmung und den Informationstransfer in Gremien der Stadt in die Strategie mit ein.

Säule 4 - Multiprofessionelle Fortbildungen

Multiprofessionelle Fortbildungen sollen das Verständnis der verschiedenen Professionen wie Sozialpädagogen und Lehrer füreinander und die Zusammenarbeit miteinander unterstützen.

Säule 5 - Begleitung, Evaluation und Steuerung auf kommunaler Ebene

Begleitung, Evaluation und Steuerung auf kommunaler Ebene sichern den Rahmen für die vorangehenden Säulen bzw. Arbeitsfelder.


Dokumente von bundesweiter Bedeutung wie:

  • der 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung mit seiner Forderung nach einem „konsistenten kommunalen Gesamtsystem für Bildung, Betreuung und Erziehung“ wie auch
  • das Diskussionspapier des Deutschen Vereins zum Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften (2007) oder
  • die Aachener Erklärung des Deutschen Städtetages anlässlich des Kongresses "Bildung in der Stadt" (2007)

bilden die Grundlage für das Vorgehen in Jena, Bildungsprozesse kommunal zu steuern ebenso wie die eigens für die Stadt erstellten wissenschaftlichen Studien zur Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule.

Initialzündung 2007

Eine Initialzündung für die Entwicklung einer lokalen Bildungslandschaft in Jena war die Forderung Jenaer Akteure nach einer besseren Abstimmung und Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule auf dem Fachtag „Jugendarbeit - Schule“ im Jahr 2007.

Prof. Werner Lindner (Fachhochschule Jena) erhielt in diesem Zusammenhang den Auftrag zur Erstellung einer Konzeption zur Bildungsvernetzung in Jena. In seiner 2008 herausgegebenen Expertise „Neue Netze der Verantwortung für Bildung und Lebensbewältigung“ beschreibt er mögliche Wege des integrativen Zusammenwirkens von Erzieherischen Hilfen, Schulsozialarbeit, Kinder- und Jugendarbeit und Schule in Jena-Lobeda und Jena-Winzerla und gibt entsprechende Empfehlungen.

Im Jahr 2010 wurde dieses Konzept durch eine Feinkonzeption von Jörg Fischer - „Lokale Bildungslandschaft. Stadtteilspezische Strategie für den Aufbau einer vernetzten Bildungskooperation in Jena“ - untersetzt.

Bewerbung als Modellregion 2008

Ebenfalls 2008 bewarb sich Jena erfolgreich als eine von sechs Modellregionen, die durch das Deutsche Jugendinstitut München (DJI) beim Aufbau einer lokalen Bildungslandschaft wissenschaftlich begleitet wurden.

Untersuchungsgegenstand waren dabei die Entwicklung des Jugendbildungs- und Begegnungszentrums „polaris“ in Jena Nord sowie der Aufbau der lokalen Bildungslandschaft in Jena Lobeda und Winzerla. In einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem DJI, dem damaligen Staatlichen Schulamt Jena-Stadtroda und der Stadt Jena verpflichteten sich die Institutionen, gemeinsamen den Aufbau der Jenaer Bildungslandschaft zu unterstützen.

Im Rahmen dieser Kooperation fand Anfang 2010 auch eine Fachtagung „Lokale Bildungslandschaften in Kooperation von Jugendhilfe und Schule“ statt.




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